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Probiotik und ihr positiver Einfluss auf die Hautregeneration

Von Kira-Janice Laut am
Wissenschaft cult.care Hans Renier

cult.care steht für Ehrlichkeit und Transparenz. Heute mal mit freundlicher Unterstützung wissenschaftlicher Fakten. Wir reden oft über Probiotik und ihre natürlich sinnvolle Wirkung auf der Haut. Auch die Herstellung unserer probiotischen Kultur „Bifida Ferment Lysate“ haben wir schon erklärt. Wo es bislang noch an Hintergrund fehlte ist beim Effekt von Probiotik auf der Haut. Also der Frage: „Wirkt das überhaupt?“. Deswegen widmen wir uns in diesem Blogpost wissenschaftlichen Studien zu unserem Wirkstoff und zeigen, wie genau Probiotik die Haut bei ihrer natürlichen Regeneration unterstützt.

Zu Beginn eine kurze Zusammenfassung zu unserem Wirkstoff. Wie im Namen „Bifida Ferment Lysate“ schon erkennbar, unser Wirkstoff ist ein Lysat, das biotechnologisch aus probiotischen Bifidobakterien gewonnen wird. Lysat bedeutet, dass die Zellmembranen der Bakterien aufgelöst wurden, um ihre natürlich sinnvolle Wirkung freizusetzen. Diese natürlich sinnvolle Wirkung umfasst:

  • Verlängerung der Lebensdauer von Hautzellen (schützt vor vorzeitiger Alterung der Haut)
  • Unterstützung des natürlichen Regenerationsprozesses der Haut (sorgt für ein strahlendes Aussehen)
  • Aktivierung natürlicher Zellschutzprozesse (stellt die optimale Widerstandsfähigkeit sicher)

Um diese positiven Wirkungen nachvollziehen zu können, muss man die Prozesse der Haut kennen. Daher ein kleiner Bio-Exkurs: In unserem Körper kommen zahlreiche Interleukine (abgekürzt „IL“) vor. IL sind körpereigene Botenstoffe, die die Kommunikation zwischen an der Immunreaktion beteiligten Zellen vermitteln. Sie bewirken unterschiedlichste Reaktionen wie beispielsweise beschleunigtes Wachstum einer Zelle oder eine sofortige Abwehrreaktion zum Schutz einer Zelle. Bei der Immunreaktion unserer Haut spielt das Interleukin IL-12 eine zentrale Rolle. Vereinfacht geschrieben hat das IL-12 eine Superkraft: es kann die endogene DNA-Reparatur induzieren (also veranlassen, dass sich die Haut selbst regeneriert). In Zusammenarbeit mit einem weiteren IL (IL-10) regelt das IL-12 das Schadensmanagement unserer Haut. Ende des Bio-Exkurses :-)

Aber warum reden wir überhaupt über Immunreaktionen? Kurz gesagt, weil unserer Haut eigentlich den ganzen Tag damit beschäftigt ist, sich gegen äußere Einflüsse zu Wehr zu setzen. Der wesentliche Bösewicht in dieser Geschichte ist die UV-Strahlung (UVA und UVB). Sie ist wirklich schlecht für unser Haut (übrigens nicht nur auf bestrahlte Bereiche!). Denn, infolge einer UV-Bestrahlung unserer Haut kommt es zu einer Hochregulation von IL-10 und zu einer Hemmung der Bildung von IL-12 (ja, das gute IL-12...). Als Resultat kommen IL-10 und IL-12 aus ihrer Balance und das Schadensmanagement-Team ist nicht mehr effektiv. Würde man die UV-Bestrahlung nicht entziehen und das entstehende Ungleichgewicht nicht beseitigen, können die Folgen gravierend sein, da geschädigte Zellen nicht mehr repariert werden und sich die Zellschäden verschärfen. Eine Situation, die im schlimmsten Fall zu Hautkrebs führt.

Nun kommen wir aber zurück zur Probiotik. In dieser unvorteilhaften Situation der beiden Interleukine ist sie nämlich der Retter in der Not. Probiotik funktioniert wie ein positiver Trigger: Sie stoppt die Schieflage von IL-10 und IL-12, die durch die UV-Bestrahlung entstanden ist. Dadurch kommt das Schadensmanagement-Team wieder zurück in ihre natürliche Balance und die Haut behält ihre selbstheilenden Kräfte (also die Fähigkeit die endogene DNA-Reparatur anzustoßen).

Soweit die Theorie. Um das Ganze praktisch zu belegen, wurden 3 Arten von Wirksamkeitsstudien durchgeführt:

1. In-vitro-Test mit Zellkulturen (in-vitro bedeutet „im Glas“; der Test wird also im Reagenzglas bzw. in einer Petrischale durchgeführt)

Beim in-vitro-Test für die Wirkung unserer Probiotik werden menschliche Hautzellen mit einer Lampe bestrahlt, die ein mit Sonnenlicht vergleichbares Spektrum abgibt. Zu diesen Hautzellen wird dann die Probiotik hinzugegeben. Die Ausschüttung von IL-10 wird mit der sog. ELISA-Technik bestimmt (ein biochemisches Standardverfahren).

Das Resultat: Die Zugabe von probiotischen Bakterien reduziert die IL-10-Freisetzung um bis zu 30% im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Probiotik. Der in-vitro-Test zeigt also, dass die Probiotik das IL-10/IL-12 Ungleichgewicht reduziert und somit vor DNA-Schäden der Haut schützt.

2. Ex-vivo-Test (ex-vivo bedeutet „außerhalb des Lebendigen“; der Test wird mit lebendem biologischem Material außerhalb des Körpers durchgeführt)

Beim ex-vivo-Test für die Wirkung unserer Probiotik wird sowohl der Wirkstoff als auch ein Placebo auf echtem Hautgewebe aufgetragen und 3 Stunden (ein-)wirken lassen. Dann wird das Hautgewebe mit UV-Licht bestrahlt. Nach der Bestrahlung werden die beiden behandelten Bereiche auf dem Hautgewebe (Probiotik vs. Placebo) hinsichtlich des Anteils von Bromodeoxyuridin verglichen. Je mehr des Bromodeoxyuridin gemessen wird, desto höher ist die DNA-Reparaturrate.

Das Resultat: Die Bereiche des Hautgewebes, die mit der probiotischen Kultur behandelt wurden, weisen eine deutlich höhere „Reparaturrate“ auf, als die Placebo-Bereiche. Der ex-vivo Test zeigt also, dass Anwendung von Probiotik die DNA-Reparatur der Haut stimuliert.

3. In-vivo-Test (in-vivo bedeutet „im Lebendigen“; der Test wird mit echten, lebenden Freiwilligen durchgeführt)

Beim in-vivo-Test für die Wirkung unserer Probiotik wird (ähnlich zum ex-vivo-Test) entweder der Wirkstoff, ein Placebo oder gar nichts auf die Haut der Freiwilligen aufgetragen. Diese Stellen werden dann mit UV-Licht bestrahlt und anschließend eine Hautbiopsie entnommen (alles harmlos!!!). Diese Probe wird dann wieder auf die DNA-Reparaturrate untersucht.

Das Resultat: Auch hier zeigt die mit Probiotik behandelte Haut eine Steigerung der DNA- Reparaturrate im Vergleich zu den anderen Hautbereichen (Placebo und ohne) auf. Bei den anderen (Placebo und ohne) wurde kein Reparaturprozess induziert. Das heißt, auch der in-vivo-Test zeigt, dass die Anwendung von Probiotik die DNA-Reparatur der Haut stimuliert.

Das Ergebnis der 3 Wirksamkeitsstudien ist eindeutig: Probiotik schützt vor DNA-Schäden der Haut durch die Verhinderung eines schädigenden Ungleichgewichts von IL-10/IL-12 und sie stimuliert die DNA-Reparaturrate der Hautzellen im Allgemeinen. Man kann (sollte) Probiotik also vorbeugend wie nachsorgend anwenden.

Wir hoffen, ihr konntet euch durch diesen - zugegeben eher wissenschaftlichen - Beitrag ein besseres Bild zur Wirkung von Probiotik machen. Wir wissen, solche Tests sind komplex und voller Fachbegriffe. Wir haben versucht, alles „einfach“ und kurz zu erklären. Falls doch noch Fragen aufkommen, meldet euch bei uns und wir geben unser Bestes, sie zügig zu beantworten. Alle Fakten zu Haut und Studien könnt ihr selbstverständlich nachprüfen!

 

Foto via unsplash by Hans Reniers

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